Bepflanzung von Langeoogs Dünenfriedhof
Den Besuchern der „langen Insel“ dürfte der 1944 angelegte Dünenfriedhof vor allem durch Lale Andersen bekannt sein. Dabei liegen dort auch umgesiedelte und geflohene Deutsch-Balten, Wehrmachtssoldaten und 113 Rotarmisten. Zwischen 1941 und 1945 als Bodenpersonal auf dem Fliegerhorst der Luftwaffe eingesetzt, hatten diese Kriegsgefangenen an Bombern Sabotage verübt. Kam der Pilot ums Leben, wurde die zuständige Wartungsmannschaft erschossen. Dass die 1,5 ha große Anlage von einem deutsch-baltischen Arzt und seinen Corpsbrüdern aufgeforstet worden ist, weiß kaum jemand. Vor 59 Jahren, im März 1960, bepflanzte Baron v. Schilling die Seiten der Eingangsstraße. Danach wurden Windschutzwälle am Balten- und Hauptfriedhof angelegt. Heute sind sie zum Teil von Wildrosen überwachsen. 1972 wurde der 300 m² große Russenfriedhof durch einen 30 m langen und 6 m hohen Wall zwischen bewachsenen Dünen in das Areal des Hauptfriedhofs einbezogen. Nach der Bodenverbesserung durch Hafenschlick und Feuchttorf konnte das gesamte Umfeld des Russenfriedhofs bepflanzt werden. Die damals gesetzten Edeltannen bestimmen heute das Landschaftsbild.