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Ernst von Exterde

Ernst Freiherr von Exterde war der Sohn eines Gutsbesitzers aus Haselünne und begann sein Studium zunächst in Göttingen. Am 3. Mai 1851 immatrikulierte er sich für Rechtswissenschaften in Heidelberg und wurde noch im selben Jahr am 12. August in die Rhenania recipiert. Laut Kösener Corpslisten müsste er sein Studienfach später gewechselt haben, da er angeblich zum Doktor der Medizin promoviert wurde. Dies scheint aber aufgrund anderer Berichte fehlerhaft überliefert zu sein. Stattdessen wurde er zum Dr. iur. promoviert und kam Anfang der 1860er Jahre nach Graz, wo er sich an der Stiftung des Corps Tartaria beteiligte und zunächst als Auskultant tätig war. Einige Jahre später gehörte er 1868 zu einem Kreis junger Beamter, der die Österreichische Zeitschrift für Verwaltung ins Leben rief. Exterde wechselte zunächst in die politische Verwaltung und wurde schließlich 1873 Ministerialvizesekretär im Ackerbauministerium. Zum Ministerialsekretär befördert befiel ihn 1881 eine schwere Krankheit und er musste sich aus dem beruflichen Leben zurückziehen. Hierbei dürfte es sich um eine psychische Erkrankung gehandelt haben, da er 1882 wegen “gerichtlich erhobenen Blödsinnes” unter Kuratel gestellt wurde. Er starb im folgenden Jahr am 24. Februar in Wien.
Die Silhouette ist gewidmet „Ernst von Exterde s/m Leo Meyer 18[GA]53 zfE.“ Im unteren Bereich findet sich zusätzlich der englische Spruch „With Elliot glory and victory!“ und rechts und links neben der Darstellung „Heidelberg“ und der Zirkel der Rhenania.

Sammlung Robert Soppa Saxoniae Konstanz

Quellen:
KCL1960, 65, 39
Toepke, Gustav (Hrsg.): Die Matrikel der Universität Heidelberg (6. Teil), Von 1846 – 1870; Heidelberg 1907; S. 127
Amtsblatt zur Wiener Zeitung und Central-Anzeiger für Handel und Gewerbe; Nr. 161; Samstag, den 15. Juli 1882; S. 105
Österreichische Zeitschrift für Verwaltung; XVI. Jahrgang; Nr. 9; S. 35

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